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DVB-T2-Antenne: Zimmerantenne oder Außenantenne, aktiv oder passiv, und wie du sie ausrichtest

Ob dir eine Zimmerantenne reicht, sagt der offizielle Empfangscheck für deine Postleitzahl. In Stadtnähe genügt oft eine passive Zimmerantenne am Fenster, auf dem Land brauchst du eine Außenantenne. So wählst du die richtige und holst das Beste heraus.

Sam Carter3 Min. Lesezeit
Historisches Foto eines Dorfes mit einer Fernsehantenne auf dem Dach
Photo: U.S. National Archives, rawpixel (CC0)
Auf dieser Seite
  1. Kurzanleitung
  2. Erst prüfen: Hast du schon einen Antennenanschluss?
  3. Zimmerantenne oder Außenantenne?
  4. Aktiv oder passiv?
  5. UHF reicht
  6. Richtig ausrichten
  7. Empfang verbessern
  8. Wohnmobil und Garten
  9. Wenn es trotzdem nicht klappt
  10. Unsere Empfehlung
  11. Häufige Fragen

Kurzanleitungetwa 30 Min.

  1. 1

    Empfangscheck machen. Auf dvb-t2hd.de deine Postleitzahl eingeben. Die Karte zeigt, ob eine Zimmerantenne reicht oder eine Außenantenne nötig ist.

  2. 2

    Antenne wählen. Zimmerantenne bei gutem Empfang in Stadtnähe, Außen- oder Dachantenne bei schwachem Empfang und auf dem Land.

  3. 3

    Aufstellen und ausrichten. Möglichst hoch und am Fenster in Richtung des nächsten Sendemasts. Dachantennen auf den Sender ausrichten.

  4. 4

    Sendersuchlauf starten. Am Fernseher oder Receiver einen automatischen Suchlauf für DVB-T2 starten und die Antenne in kleinen Schritten nachjustieren.

Welche DVB-T2-Antenne du brauchst, hängt von deinem Standort ab, und das sagt dir der offizielle Empfangscheck: Gib auf dvb-t2hd.de deine Postleitzahl ein. Steht dort "Zimmerantenne", reicht in den meisten Fällen eine passive Zimmerantenne am Fenster. Steht dort "Außenantenne" oder du wohnst auf dem Land, brauchst du eine Außen- oder Dachantenne.

Hier erfährst du, worin sich die Antennen unterscheiden, wann ein Verstärker hilft und wann er schadet, und wie du die Antenne so ausrichtest, dass alle Sender stabil kommen.

Erst prüfen: Hast du schon einen Antennenanschluss?

In vielen Mietshäusern gibt es eine Gemeinschaftsanlage auf dem Dach. Steckt in deiner Wanddose ein Antennenkabel, und kommt DVB-T2 über diese Anlage, brauchst du keine eigene Antenne. Viele Häuser haben aber Kabel- oder Satellitenfernsehen an der Dose, nicht DVB-T2. Ein Suchlauf mit Empfangsart DVB-T2 zeigt es schnell.

Zimmerantenne oder Außenantenne?

Empfangscheck sagtDeine LageAntenne
ZimmerantenneStadt, Sender in der NähePassive Zimmerantenne am Fenster
Zimmerantenne (Randlage)Stadtrand, dicke Wände, untere EtageAktive Zimmerantenne mit regelbarem Verstärker
AußenantenneKleinstadt, LandAußenantenne am Balkon oder Dach
Kein EmpfangWeit vom Sender, TallageDVB-T2 lohnt sich nicht; Satellit, Kabel oder IPTV

Faustregel: Höhe schlägt Preis. Eine einfache Antenne oben am Fenster bringt oft mehr als eine teure im Erdgeschoss hinter dem Fernseher.

Aktiv oder passiv?

Eine passive Antenne hat keinen Verstärker und braucht keinen Strom. In Sendernähe ist sie oft die bessere Wahl, weil sie das Signal nicht verfälscht.

Eine aktive Antenne hat einen eingebauten Verstärker, der über USB oder über das Antennenkabel mit Strom versorgt wird (die sogenannte Fernspeisung, die du am Fernseher oder Receiver einschalten musst). Sie hilft in Randlagen und bei langen Kabeln. Aber: Ist das Signal schon stark, übersteuert der Verstärker den Empfänger, und Sender fallen aus. freenet empfiehlt aktive Antennen deshalb nur bei schwierigem Empfang. Kauf am besten eine Antenne, deren Verstärker sich abschalten oder regeln lässt, und teste beides.

UHF reicht

DVB-T2 HD sendet in Deutschland im UHF-Bereich. Eine Antenne muss also UHF können, VHF ist für DVB-T2 nicht nötig. Deine alte DVB-T-Antenne funktioniert für DVB-T2 HD weiter; was du beim Umstieg neu brauchst, ist in der Regel nur ein Gerät mit DVB-T2 HD und HEVC. Was das kostet und welche Sender kostenlos sind, steht in DVB-T2 HD: Kosten und Sender.

Richtig ausrichten

  1. Sendemast finden: Der Empfangscheck zeigt die Sender in deiner Nähe. Merk dir die Richtung.
  2. Hoch und ans Fenster: Stell die Zimmerantenne auf ein Regal oder kleb sie oben ans Fenster in Senderrichtung. Fenster mit Wärmeschutzverglasung dämpfen das Signal; dann lieber an der Wand daneben testen.
  3. Suchlauf: Am Fernseher den automatischen Suchlauf starten, Empfangsart DVB-T2 oder Antenne.
  4. Feinjustieren: Einen schwachen Sender aufrufen, im Menü die Signalstärke und Signalqualität anzeigen lassen und die Antenne in kleinen Schritten drehen. Nach jeder Bewegung ein paar Sekunden warten.
  5. Noch einmal suchen: Wenn das Signal stabil ist, einen vollständigen Suchlauf wiederholen.

Empfang verbessern

  • Kabel kurz halten und keine billigen Verlängerungen hintereinander stecken.
  • Abstand zu Störquellen: WLAN-Router, Netzteile und LED-Lampen direkt neben der Antenne können stören.
  • Verstärker ausprobieren: an und aus, und die Stufe ändern, wenn möglich.
  • LTE-Filter: In der Nähe von Mobilfunkmasten kann ein LTE-Filter helfen, wenn einzelne Kanäle ausfallen.

Wohnmobil und Garten

Für unterwegs gibt es kompakte Außenantennen mit 12-Volt-Versorgung. Im Wohnmobil lohnt sich eine Rundstrahlantenne, weil du sie nicht bei jedem Stellplatz neu ausrichten musst. Bedenke: Außerhalb der Ballungsräume ist DVB-T2 oft schwächer, mach also vor der Reise den Empfangscheck für dein Ziel.

Wenn es trotzdem nicht klappt

Liegt dein Wohnort laut Check außerhalb der Versorgung, bringt auch die teuerste Antenne nichts. Dann sind IPTV-Dienste die einfachste Alternative: die Öffentlich-Rechtlichen gibt es kostenlos in den Mediatheken und bei Zattoo Free, die Privatsender bei Zattoo oder waipu.tv, die wir in Zattoo vs. waipu.tv vergleichen. Mehr Anleitungen findest du in der Rubrik Einrichtung.

Unsere Empfehlung

Kauf nicht auf Verdacht die teuerste Antenne. Mach den Empfangscheck, fang mit einer günstigen passiven Zimmerantenne an und teste sie oben am Fenster. Reicht das nicht, ist eine Antenne mit regelbarem Verstärker der nächste Schritt, und erst danach die Außenantenne. So zahlst du nur so viel, wie dein Standort wirklich braucht.

Häufige Fragen

Welche DVB-T2-Antenne ist die beste?
Die beste ist die, die zu deinem Standort passt. Bei gutem Empfang reicht eine einfache passive Zimmerantenne. In Randlagen hilft eine aktive Antenne mit regelbarem Verstärker, auf dem Land eine Außen- oder Dachantenne.
Aktive oder passive DVB-T2-Antenne?
Passiv, wenn der Sender nah ist. Aktive Antennen mit Verstärker helfen bei schwachem Signal, können aber in Sendernähe übersteuern. Am besten eine mit abschaltbarem oder regelbarem Verstärker.
Wie richte ich eine DVB-T2-Antenne richtig aus?
Möglichst hoch und in Richtung des nächsten Sendemasts aufstellen, am besten am Fenster. Dann die Signalstärke im Menü des Fernsehers beobachten und die Antenne langsam drehen.
Brauche ich eine spezielle Antenne für DVB-T2 HD?
Nein. Jede UHF-taugliche Antenne für DVB-T funktioniert auch für DVB-T2 HD. Neu kaufen musst du meist nur den Receiver oder Fernseher, nicht die Antenne.
Warum habe ich mit DVB-T2 keinen Empfang?
Häufige Gründe: Standort ohne Versorgung laut Empfangscheck, Antenne zu tief oder hinter Wänden, Gerät ohne HEVC, oder der Suchlauf wurde mit falscher Empfangsart gestartet.

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Geschrieben von

Sam Carter

Editor

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